In eigener Sache

Winfried Becker, Landrat des Schwalm-Eder-Kreises

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Wie heißt es so schön: „Geben ist seliger denn Nehmen“. Aber auch: „Gebt, und es wird euch gegeben werden.“ Was ist an diesen Aussagen dran? Wer gibt empfängt – z. B. Wissen, Fähigkeiten, Lob, Dankbarkeit, Anerkennung und nicht zuletzt ein Bild des Anderen als sein Gegenüber, wie auch umgekehrt die eigene Gabe oder das Annehmen ein solches Bild dem Anderen vermittelt. In diesen Handlungen wird vielmehr die Bindung zwischen den Gebenden und Nehmenden symbolisiert und eine Wertschätzung oder Anerkennung ausgedrückt. Die Strukturen von Geben, Nehmen und Erwidern bilden elementare Formen unseres zwischenmenschlichen Tuns und unserer Fähigkeit, uns auf die gegebene Sache und zugleich auch auf jemanden zu beziehen und einzulassen. Bezogen auf das Kursgeschehen erhalten wir von Kursleitungen oft das Feedback, dass sich aus dem „Geben“ in Form von Wissensvermittlung in den Kursen, die Gelegenheit des „Nehmens“ entwickelt. Dabei ist nicht nur die Wertschätzung von Ihnen als Teilnehmende, sondern auch der Austausch mit Ihnen und dadurch die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und Fähigkeiten sowohl der Kursleitungen als auch der Teilnehmenden gemeint.

Geben...

ist großzügig, keine Frage. Geben ist aber auch essentiell wichtig – wenn es um die Weitergabe von Wissen geht, trifft dies besonders zu. Ohne Wissenstransfer kann es keinen Wissenserhalt geben und Wissen würde verloren gehen. Deshalb ist die Weitergabe und Förderung von Wissen wichtig. Die Volkshochschulen teilen im Jahr 2019 ihr Wissen bereits seit 100 Jahren und feiern damit bundesweit ein Jubiläum. Mit ihrem breiten Angebot an Kursen tragen sie so zum Erhalt, zur Weitergabe und Förderung von neuen und / oder althergebrachten Wissen bei.

... und ...

wer gibt, der bekommt meist auch etwas zurück. Ähnlich geht es uns als Volkshochschule mit Ihrer Anmeldung, Kursteilnahme und mit Ihrem Feedback. Denn nur dadurch können wir unser Bildungsangebot stets optimieren, weiterentwickeln und weiterhin zum Wissenserwerb beitragen. Sie sehen: Geben und Nehmen findet wechselseitig statt und das eine kann nicht ohne das andere bestehen.

... Nehmen

ist einfacher als Geben? Auf den Wissenstransfer bezogen mag das auf den ersten Blick vielleicht den Anschein erwecken. Neues Wissen muss jedoch erlernt werden und kann dabei die Bestätigung eigener Fähigkeiten und Kompetenzen sein und Freude über den Lernerfolg bereiten. Nehmen Sie sich die Zeit in den Kursen der Volkshochschule neues Wissen in angenehmer Lernatmosphäre zu erwerben. Ganz nebenbei findet dabei wieder ein Geben statt: Durch Ihre Teilnahme und aktive Mitarbeit im Kurs, ergeben sich neue Impulse für die Mitlerner im Kurs aber auch für die Kursleitung.

Von einem anderen Blickwinkel betrachtet, hat Nehmen auch etwas mit „annehmen“ zu tun. So kann es zum Beispiel auch bedeuten, Lob und Kritik (an)nehmen zu können, was sicherlich nicht immer einfach ist und ebenfalls erst erlernt werden muss. Geben und Nehmen, in der Form von Lehren und Lernen, begegnet sich hier also auf einer Art der Balance, im wertschätzenden Miteinander um den Wissenstransfer und Erfahrungstausch vornehmen zu können. Damit wird ein wesentlicher Beitrag geleistet, die Identität unserer Kulturen zu bewahren sowie das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft zu stärken.

Das vorliegende Frühjahrsprogramm der Volkshochschule bietet sowohl Anregungen für diejenigen, die neues Wissen (auf)nehmen möchten, als auch für die, die etwas (weiter) geben möchten.

Denn es gilt seit nunmehr 100 Jahren:

Den Kurs bestimmen Sie!



nach oben

vhs Schwalm-Eder

Parkstraße 6
34576 Homberg (Efze)

Telefon & Fax

Telefon 05681 775-775
Fax 05681 775-408

Kontakt & Anfahrt

Anfahrt
Öffnungszeiten

© 2019 Konzept, Gestaltung & Umsetzung: ITEM KG