Tulipa flos vanitatum
Vortrag: Tulpe, Blume der Eitelkeiten
- Nummer:
- 101004K21
(Kurs läuft bereits oder ist nicht online buchbar. Rufen Sie an.)
- Entgelt:
- keine
- Leitung:
- Anton Merk , Kooperation mit Schwälmer Dorfmuseum Holzburg
- Veranstaltungsort:
- Galerie Holzburg, Schrecksbach
- Termin(e):
- 22.04.2012 (So.) , 18:00 Uhr - 20:15 Uhr
- Unterrichtsstunden:
- 3
- Beschreibung:
- In dem Kinderbuch „Orbis Pictus“ von 1658 heißt es schlicht „die Tulpe ist die schönste Blum“. Heute kann man sich die Überraschung und das Aufsehen in der Mitte des 16. Jahrhundert nicht mehr vorstellen, als die ersten Tulpen aus der Türkei in Nordeuropa eintrafen. Dort löste die Blume die Tulpomania aus – sie wurde zum Spekulationsobjekt an der Börse.
Mit der Entwicklung des autonomen Stilllebens als eigene Gattung um 1600 in der Malerei in den Niederlanden und Deutschland findet die Tulpe den Weg in das Gemälde und zwar in der speziellen Form des Stilllebens: dem großen Blumenstrauß. Die bunte Pracht dieser arrangierten Bukette – oft die Frühlingsblume Tulpe in der Mitte oder dem oberen Rand des Arrangements – frappiert zunächst durch die Farbenpracht und bietet dem Maler alle Möglichkeiten sein Können zu zeigen. Da die Blüte und die Tulpe wiederum ganz besonders eine vergänglich Pracht sind, stehen sie auch für die Vanitas, die Eitelkeit der Eitelkeiten, für das Bewusstsein der Vergänglichkeit aller irdischen Pracht verbunden mit dem Hinweis auf einen gottgefälligen christlichen Tod.
In dieser Form und in dieser Bedeutung ist die Tulpe auch zum dominierenden Ornament in der Schwälmer Kunst geworden. Auf Grabsteinen, in der Tracht, auf den Kissenbezügen und den Überwürfen der Schwälmer Weißstickerei, auf Schwingstöcken, Hochszeitsstühlen, Blumenbrettern überall ist die Tulpe zu finden.
In der gleichzeitigen Ausstellung „Tulpe, Herz und Stern“ im Schwälmer Dorfmuseum Holzburg wird diese Thematik aufgezeigt. Neben dem Lichtbildervortrag findet auch eine Führung durch die Ausstellung statt.
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101004K21 | Tulipa flos vanitatum Vortrag: Tulpe, Blume der Eitelkeiten |
Schrecksbach | 22. April So., 18:00 Uhr |

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